WarFriends – das neue 3D-Actionspiel von Chillingo erobert die AppStore-Charts

| 23. Januar 2017 | 0 Comments

WarFriends IconApp-Herausgeber Chillingo hat mit dem erst am letzten Dienstag veröffentlichten Spiel WarFriends einen Treffer gelandet. Findet sich das Spiel doch bereits auf Platz zwei der Top 10 App Store Gesamtcharts und auf Platz eins der Spiele-Charts.

Wir haben es hier mit einem Online-Kampfspiel zu tun, in dem Du mit einer Gruppe anderer Spieler ein Kommando bildest und dann an Online-Deathmatches teilnimmst. Du kannst auch 1 zu 1 gegen andere Spieler antreten.

Das Spiel beginnt mit einem Bootcamp, in dem der neue Spieler die Bedienung beigebracht bekommt. Das sind drei Übungen, in denen Du gegen andere Truppen kämpfst. Dazu stehen Dir immer mehr Einheiten und Waffentypen zur Verfügung. Diese Gegner stellen sich ziemlich blöd an und sind deshalb sehr leicht auszuschalten.

Danach beginnt das Spiel erst richtig. Nun kann man gegen andere Spieler antreten. Eines ist klar: Wir haben es hier mit einem Spiel zu tun, dass auf In-App-Käufe aus ist. Das bedeutet, dass es ein Lebenssystem gibt (oben die Erkennungsmarken oder hier Dogtags genannt), dass Dich immer dann ausbremsen wird, wenn Du gerade besonders aktiv bist. Zudem gibt es zahllose Upgrades für Wafen, die natürlich anfangs nicht viel kosten, aber bald Dein Startguthaben aufgebraucht haben werden. Jede Verbesserung kostet Geld, zunächst nur Spielgeld. Dabei muss man zwischen dem wertvolleren Gold und dem Geld unterscheiden. Geld kann man verdienen, das Gold wird man wohl kaufen müssen. Die Verbesserungen kosten auch Zeit. Will man diese Wartezeiten überspringen, muss man schon Gold einsetzen. Und die Wartezeiten nehmen schnell zu. Zuerst sind es nur drei Minuten, dann schon sieben und in der dritten Stufe schon 12 Minuten. Da ist die Verführung groß, mit etwas Gold diese unnötige Warterei zu beenden…

Wenn Du nun die ersten Upgrades bei den Waffen durchführst, bekommst Du dadurch keinen Vorteil, denn Deine Gegner werden auf die gleiche, neu erlangte Stärke angepasst. Das erscheint erst einmal gerecht – ob das so bleibt, oder man – wie in den Bewertungen berichtet – dann später immer gegen Gegner kämpfen muss, die stärker sind, als man selbst, müssen wir noch herausfinden.

Das Spiel baut sich über Level auf. In Level 5 wird der Warpfad-Modus freigeschaltet. Dahinter verbirgt sich der Co-op-Modus, ab hier kann man mit anderen zusammen kämpfen. Im Level sechs kommen dann noch die WarKarten dazu, mit denen man Boni im Kampf einsetzen kann. Zum Beispiel die Köpfe der Spielerfiguren des Gegners aufblähen, deren Schritte verlangsamen und ähnlichen Unsinn.

Mit steigendem Level werden auch weitere Einheiten freigeschaltet, die natürlich bessere Eigenschaften haben – mehr Schaden verursachen und mehr Gesundheitspunkte. Es ist also wie in anderen Aufbauspielen auch. Freischalten, verbessern, wieder freischalten, wieder verbessern. In Level vier gibt es das erste Paket neuer Soldaten und Waffen. Da gibt es dann auch 5 Gold, natürlich viel zu wenig… Denn die neu zugewiesenen Einheiten und Waffen gibt es nicht etwa kostenlos – man muss sie kaufen, entweder mit Geld oder mit Gold. Bei mir reichte das Gold schon nicht mehr aus, um die in Level vier freigeschaltete Panzerfaust zu kaufen… Auch das Geld wird schon knapp, weil ich ein paar Verbesserungen durchgeführt habe.

Wichtig: Unter Aktive Einheiten wählst Du die Einheiten aus, die mit Dir in den Kampf ziehen sollen und gibst denen unterschiedliche Rollen. Verteidigung, Sturm, usw.

Alle 15 Minuten kann man sich freiwillig Werbung ansehen, es erscheint dann links ein “goldener Koffer”. Für das Abspielen der bis zu 30 Sekunden langen Spots gibt es eine kleine Belohnung.

Die ersten Gegner sind natürlich leichte Beute. Du trittst nach dem ersten Erfolg bereits einer Liga bei, durch die Du einen Gewinnbonus bekommst. Also ganz klassisch: Viele Belohnungen am Anfang, damit Du nicht so schnell aufgibst. Man muss etwas aufpassen, denn der Gegner schickt Soldaten, die auf Deine Deckung zulaufen. Wenn man die nicht früh genug erledigt, können sie ordentlich Schaden anrichten.

Die Grafiken sind ziemlich verniedlicht, was für ein Spiel diesen Inhalts etwas grenzwertig erscheint. Insgesamt macht das Spiel, rein technisch gesehen, einen sehr guten Eindruck. Gegner finden sich schnell und erste Erfolge motivieren zum Weitermachen.

Wer hier schon länger mitliest, weiß aber auch, dass ich Spiele bevorzuge, bei denen man einmal zahlt und nicht immer wieder. Bei Kampfspielen ist der Kaufzwang natürlich besonders ausgeprägt, weil man bereits nach kurzer Zeit gegen die gekauften Verbesserungen nicht mehr ankommen kann. So wird es hier leider auch sein. Das sollte man wissen, bevor man mit Ehrgeiz dieses Spiel startet.

WarFriends läuft auf iPhone, iPod Touch und iPad mit iOS 8.0 oder neuer. Das Spiel braucht 612 MB und ist in deutscher Sprache. WarFriends finanziert sich durch In-App-Käufe und kann kostenlos runtergeladen werden.

Technisch gut gemacht ist das neue Kriegsspiel WarFriends. Leider klassisch pay-to-win, was den Spielspaß auf Dauer trüben wird.

Technisch gut gemacht ist das neue Kriegsspiel WarFriends. Leider klassisch pay-to-win, was den Spielspaß auf Dauer trüben wird.

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About the Author ()

Markus Burgdorf startete App-kostenlos.de im Januar 2010 und hat seitdem über 10.000 Apps getestet. Mittlerweile berät er über die App Agency App-Herausgeber in den Bereichen Vermarktung von Apps, Entwicklung von Apps, Internationalisierung und arbeitet mit seinen Kunden daran, das Nutzererlebnis bei der Verwendung von Apps zu verbessern.

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