Total War Battles: Kingdom für iPhone und iPad macht vieles anders

| 5. Mai 2016 | 0 Comments

Total War Battles: Kingdom IconHeute mal eine neue App für die Väter: Wer in den letzten Monaten ein Kriegsspiel als Aufbausimulation herausgebracht hat, kopierte einfach den erfolgreichen Stil von Game of War. Doch es gibt auch Ausnahmen – und die sind durchaus gut. Ich hatte ja bereits DomiNations vorgestellt – nun kommt mit Total War Battles: Kingdom eine weitere Mittelalter-Simulation auf den Markt.

Das Spiel spielt in England, wo Du als ein unbedeutender Lord anfängst und Dich zunächst mit kleineren Aufständen, Räuberbanden und ebenso unbedeutenden computergesteuerten Lords rumschlägst. Das Dorf Deines verstorbenen  Vaters wurde von einer Überschwemmung vernichtet und Deine Aufgabe ist es, es wieder aufzubauen. Ressourcen und Arbeiter sind knapp, also baust Du Bauernhöfe, Holzverarbeitung und Steinbrüche. Dazu Schmieden, die mit Arbeitern besetzt werden, Kasernen, Burgen, Kirchen und noch einige Gebäude mehr, die mit jedem neuen Level freigeschaltet werden.

Damit es nicht wieder zu Überschwemmungen kommt, kannst Du Dämme bauen und sogar Landschaftspunkte verändern. Du kannst Gelände aufschütten, so dass das Wasser dort nicht hinkommt. Vielleicht findest Du auch einen Weg, die Flüsse ungehindert abfliessen zu lassen? Wer weiß?

Eine Besonderheit ist bei diesem Spiel der animierte Kampfmodus. Ganz entgegen der anderen Spiele übernimmst Du hier wirklich selbst das Kommando als Oberbefehlshaber und befehligst jede Deiner Einheitengruppen selbst. Du befiehlst den Bogenschützen ein Ziel anzugreifen, schickst die Reiter vor und provozierst mit den Lanzierern die gegnerische Kavallerie. Das ist nicht nur ungewöhnlich, es ist auch viel schwieriger und erfordert etwas Einarbeitung. Dafür gibt es einige “Probeschlachten”, in denen Du das Führen Deiner Einheiten trainieren kannst. Mit der Zeit schaltest Du weitere Einheiten und Aufmarschplätze frei, es wird also zunehmend komplexer. Genauso werden auch Deine Gegner stärker, es kommt zu einem Wettrüsten.

Natürlich kannst Du auch gegen andere Spieler kämpfen, diese Kämpfe laufen in Echtzeit ab. Ich muss aber zugeben, dass ich es noch nicht geschafft habe, diese Kämpfe freizuschalten. Hier werde ich also nochmal etwas ergänzen, sobald ich diese Funktion gesehen habe. Ich habe da die Befürchtung, dass man eventuell ohne echtes Geld und In-App-Käufe nicht stark genug ist, aber bislang ist das nur eine Vermutung.

Das Spiel ist wesentlich komplexer als die anderen und man muss schon einiges an Zeit investieren, um alles zu verstehen und richtig einzusetzen. Dafür belohnt es dann mit einer Spieltiefe, die über das bloße Upgraden von Gebäuden und Ausheben von Truppen weit hinaus geht. Auch der Realitätsgrad scheint mir deutlich höher zu sein. Man hat sich tatsächlich Mühe gegeben, das Mittelalter gut nachzubilden.

Diese Realitätsnähe führt aber auch dazu, dass es halt dauert bis die Ernte eingefahren wird, bis neue Leute in die Stadt kommen oder man die Ressourcen zusammen hat, um etwas zu bauen oder gar den Nachbarn zu bestechen. Diese Phase muss man durchstehen, denn danach soll es zügiger gehen. Auch das ist anders, als bei den anderen Spielen, wo man ja gerade am Anfang alles in Windeseile aufbaut, um dann später immer länger warten zu müssen.

Gut: Über ein Spielerkonto kannst Du das Spiel auf dem Tablet, dem Smartphone und dem PC spielen.

Insgesamt macht Total War Battles: Kingdom einen sehr guten Eindruck und ich bin gespannt, wie es sich mit meinem Gebiet weiterentwickelt. Wer also ein Aufbauspiel der anderen Art sucht, sollte dieses mal ausprobieren.

Total War Battles: Kingdom läuft auf iPhone (ab iPhone 5), iPod Touch (ab 6. Generation), iPad (ab iPad 4) und iPad mini (ab Generation 2) mit iOS 8.0 oder neuer

Aufwändige Grafik und eine echte Aufgabe: Kämpfe Dich nach oben und baue eine florierende Wirtschaft auf. Dass dazu auch gekämpft werden muss, versteht sich von selbst. Und da bist Du als echter Kommandeur gefragt.

Aufwändige Grafik und eine echte Aufgabe: Kämpfe Dich nach oben und baue eine florierende Wirtschaft auf. Dass dazu auch gekämpft werden muss, versteht sich von selbst. Und da bist Du als echter Kommandeur gefragt.

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Markus Burgdorf startete App-kostenlos.de im Januar 2010 und hat seitdem über 10.000 Apps getestet. Mittlerweile berät er über die App Agency App-Herausgeber in den Bereichen Vermarktung von Apps, Entwicklung von Apps, Internationalisierung und arbeitet mit seinen Kunden daran, das Nutzererlebnis bei der Verwendung von Apps zu verbessern.

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