Mit Tor und dieser App surfst Du wirklich sicher und anonym mit iPad und iPhone

| 18. März 2016 | 0 Comments

Red Onion neues IconHeute gibt es mit Red Onion – Tor-powered web browser for anonymous browsing and darknet noch einmal ein Mittel gegen die Datensammelwut im Internet und steigende Zugangsbeschränkungen.Wir hatten Red Onion im Februar schon mal vorgestellt, ein Update war jetzt der Anlass, die App noch einmal kostenlos anzubieten.

Mit dem Browser Red Onion kann man Filter umgehen, die es in Firmen, Schulen und öffentlichen WLAN-Netzen zunehmend gibt. Der Browser nutzt nämlich das TOR-Netzwerk und stattet Dein Gerät so für die Sitzung mit einer anonymen IP-Adresse aus. Das bedeutet, dass Du nicht erkannt werden kannst, wenn Du mit diesem Browser surfst, da er Dir nur für die jeweilige Sitzung eine IP-Adresse zuweist, die mit Deiner üblichen Zugangs-IP-Adresse nichts zu tun hat.

Doch er kann noch mehr, er hat einen ziemlich universellen Multi-Format Video- und Audioplayer an Bord, kann Streams im m3u8-Format nicht nur abspielen, sondern auch downloaden und unterstützt auch Chromecast.

Natürlich hat er Tabs, löscht Cookies beim Beenden, kann auf Wunsch die History (Liste besuchter Webseiten) bei jedem App-Start löschen und unterstützt bis zu 5 Downloads gleichzeitig. Standardmäßig sind drei simultane Downloads voreingestellt. Die Einstellungen muss man etwas suchen, Du findest sie direkt rechts neben dem Adressfeld des Browsers.

Der Nachteil? Der Browser ist langsamer als Safari, da Deine Anfragen ja über das TOR-Netzwerk umgeleitet und anonymisiert werden.

Wer aber wirklich mal ungesehen surfen will, ist mit der mit 5 Sternen von den Nutzern hervorragend bewerteten App auf der sicheren Seite.

Das anonyme Surfen muss ja nicht unbedingt etwas mit Seiten zutun haben, die man seiner Oma ungern zeigen würde, der Vorteil fängt schon viel früher an: Nehmen wir mal an, dass Du zum Geburtstag ein Geschenk für Deine(n) Liebste(n) suchst. Mit etwas Pech wird Google Dir und Deinem Partner, der über das gleiche WLAN ins Netz geht, in den nächsten Tagen vermehrt Werbung zu dem von Dir gesuchten und vielleicht bereits gekauften Artikel anzeigen. Schon blöd, wenn der Partner auf diesem Wege erfährt, was Du zum Geburtstag geplant hast. Mit Red Onion würde das nicht passieren, weil Du ja mit anderer IP unterwegs bist und so das Ad-Tracking ins Leere läuft.

Hinweis: Dass TOR auch wirklich funktioniert, siehst Du auf der Startseite des Browsers. Dort wird Deine IP-Adresse für die Sitzung angezeigt. Zudem habe ich auf verschiedenen Seiten nachgesehen, ob ich wirklich anonym bin oder doch als wiederkehrender Nutzer erkannt werde. Es klappt einwandfrei, nur bei Videos muss man schon etwas Geduld aufbringen, hier merkt man die Umwege doch deutlich.

In der aktuellen Version 2,2. wurden einige Verbesserungen vorgenommen. Es gibt jetzt einen Text-Editor und das iCloud Backup ist für die Daten, die man runtergeladen hat, ausgeschaltet. Gezippte Dateien kann man jetzt in der App entpacken und die Liste der Suchmaschinen wurde überarbeitet.

Darknet – die dunkle Seite des Internets

Ich habe mal einiges mit der App ausprobiert. Man kommt mit Red Onion ohne Probleme ins Darknet. Das Darknet ist ein nur über TOR erreichbares Netzwerk, in dem zum Beispiel anonym Waren und Dienstleistungen gehandelt werden, die illegal sind. So gibt es dort gleich mehrere Marktplätze, auf denen Dealer Drogen verkaufen, gestohlene Kreditkarten, Falschgeld und abgeschöpfte Daten gehandelt werden oder Anleitungen angeboten werden, wie man bestimmte Sicherheitslücken ausnutzen kann. Das Darknet bietet aber auch anonyme Anlaufpunkte für Whistleblower und Diskussionsportale. Es gibt eigene Suchmaschinen, die sich über Partnerprogramme finanzieren, also nicht unbedingt als neutral eingestuft werden sollten.

Schaut man sich die Seiten im Darknet an, so fühlt man sich einige Jahre zurückversetzt, weil die Internetseiten und Marktplätze nicht dem heute üblichen Stand entsprechen. Der Zugang zu diesem Netzwerk gelingt über die App ganz einfach, man sollte aber vorsichtig sein und höchstens Mal die Neugier befriedigen. Der Grad zwischen legal und illegal ist hier besonders schmal…

Red Onion – Tor-powered web browser for anonymous browsing and darknet läuft auf iPhone, iPod Touch und iPad  mit iOS 7.0 oder neuer. Die App braucht 49,8 MB Speicherplatz, ist in englischer Sprache (entgegen der Angabe im App Store) und kostet normal 1,99 Euro.

Mit dem Browser Red Onion auf iPhone und iPad surfst Du anonym und ohne Zugangsbeschränkungen oder Filter - dafür aber deutlich langsamer, da jede Anfrage über mehrere Knoten umgeleitet wird.

Mit dem Browser Red Onion auf iPhone und iPad surfst Du anonym und ohne Zugangsbeschränkungen oder Filter – dafür aber deutlich langsamer, da jede Anfrage über mehrere Knoten umgeleitet wird.

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Category: Die App des Tages, Dienstprogramme

About the Author ()

Markus Burgdorf startete App-kostenlos.de im Januar 2010 und hat seitdem über 10.000 Apps getestet. Mittlerweile berät er über die App Agency App-Herausgeber in den Bereichen Vermarktung von Apps, Entwicklung von Apps, Internationalisierung und arbeitet mit seinen Kunden daran, das Nutzererlebnis bei der Verwendung von Apps zu verbessern.

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