Smurf’s Village für iPhone und iPad erschienen: Die Schlümpfe sind da und versuchen, Dich abzuzocken

| 12. November 2010 | 19 Kommentare

Das Schlumpfdorf IconGestern ist Smurf’s Village bzw. Das Schlumpfdorf erschienen, eine Universal-App, in der man den Schlümpfen dabei hilft, ein neues Dorf zu bauen. Sozusagen eine Aufbausimulation im Stil der Schlümpfe. Das Spiel ist durchgehend niedlich gezeichnet, hinterlässt bei uns aber doch ein unangenehmes Gefühl, denn im Spiel gibt es sehr viele Optionen zum Dazukaufen und die sind unverschämt teuer. Und so kann man die App leider nicht von Kindern spielen lassen, denn die Gefahr, dass hier mal eben aus Versehen ein in-App Kauf getätigt wird, ist durchaus gegeben. Schaut man nur mal auf die Vorstellungsseite des kostenlosen Spiels, so werden die drei beliebtesten In-App-Käufe angezeigt:

  1. Bucket of 50 Smurfberries 4,499 Euro
  2. Wheelbarrow of 1000 Smurfberries 44,99 Euro *Alarm*
  3. Bushel of 150 Smurfberries 9,99 Euro

Wie wird man dazu verleitet, etwas zu kaufen? Das geht gleich am Anfang los: Zuerst legt man ein Feld an und dann soll man dort Blaubeeren pflanzen. Die kommen, wenn man nochmal das Feld antippt. Wenn man das nicht tut, findet man diese Beeren nicht. Also beginnt man, herumzusuchen und stößt so auf den Shopbereich. Auch da gibt es keine Beeren, die man kaufen kann. Wenn man jetzt weitersucht, klickt man vielleicht auf das Icon unten rechts im Shop-Bereich, wo Beeren (es sind nicht die Blaubeeren fürs Feld) käuflich erworben werden können. Und dann findet man plötzlich Beeren in Hülle und Fülle – dass diese dann echtes Geld kosten, kann man übersehen, erst Recht, wenn man vielleicht erst 10 Jahre alt ist.

Smurfs Village Screenshot

Das Spiel ist schön gezeichnet und verspricht durchaus längeren Spielspass.

Im zweiten Level kommen dann auch die Smurfberries ins Spiel, diese helfen den Schlümpfen, ihre Arbeit zu beschleunigen. Man bekommt drei Smurfberries kostenlos und sieht auch gleich beim ersten Hausbau, wie schnell es geht, wenn man Smurfberries nutzt. Auch hier könnte man verleitet sein, mehr Smurfberries haben zu wollen. Später kann man dann jeden Tag den Spaßschlumpf suchen, der hat Geschenk, zum Beispiel Smurfberries… Und so geht es Level für Level weiter – unterbrochen von Kommentaren von Papa Schlumpf.

Eigentlich ein niedliches und hochwertiges Spiel, wenn da nicht diese überteuerten und geschickt platzierten In-App-Käufe wären… Wir wollen Capcom Interactive bzw den jetzigen Herausgeber Beeline Interactive  nicht unterstellen, dass man hier versucht, besonders geschickt die in-App Käufe zu erhöhen, aber es bleibt halt ein Restverdacht…

Der Artikel ist von 2010, inzwischen hat Apple reagiert und schrittweise den In-App-Kauf erschwert, so dass es heute kaum noch möglich ist, dass Kinder aus Versehen teure In-App-Käufe tätigen. Natürlich gehört auch dazu, dass Eltern ihre Kinder über die in einigen Apps noch vorhandenen Fallen aufklären. Und ob das Kind das Passwort kennen sollte – das müssen die Eltern jeweils entscheiden.

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Kategorie: Appzocke, Kostenlose Apps, Neue Apps, Spiele kostenlos

Information zum Autor des Beitrages ()

Markus Burgdorf startete App-kostenlos.de im Januar 2010 und hat seitdem über 10.000 Apps getestet. Mittlerweile berät er über die App Agency App-Herausgeber in den Bereichen Vermarktung von Apps, Entwicklung von Apps, Internationalisierung und arbeitet mit seinen Kunden daran, das Nutzererlebnis bei der Verwendung von Apps zu verbessern.

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