Dungeon Hunter 4 erschienen – ist die heftige Kritik der Spieler berechtigt?

| 12. April 2013 | 0 Comments

Dungeon Hunter 4 IconDie Gameloft-Spiele-Serie Dungeon Hunter geht in die vierte Runde: Gestern schien Dungeon Hunter 4. Grundsätzlich ein hervorragendes Spiel: Tolle, detaillierte Grafik, eine richtige Geschichte und es geht wieder mal gegen die Dämonen. Die Missionen, bei denen man einen vorgegebenen Weg zurücklegt und dabei immer wieder überfallen wird,  haben eine Hauptaufgabe und drei Unteraufgaben. Mit jedem Sieg gegen einen Dämon gibt es Erfahrungspunkte und etwas Gold. Mit den Erfahrungspunkten steigt man im Level auf und erlernt neue Fähigkeiten, mit dem Gold kann man die eigene Ausrüstung verbessern. Doch zunächst wählst Du einen von vier verschiedenen Kämpfern aus. Die haben unterschiedliche Fähigkeiten. Mit ihnen kann man das Spiel viermal durchlaufen und es müsste jedes mal etwas anders sein… Nun gibst Du Deinem Helden einen namen und stürzt Dich in den Kampf.

Das Spiel startet sehr motivierend: Während Dir das Spiel erklärt wird und Du alle Funktionen spielerisch kennenlernst, kannst Du die ersten Feinde erledigen. Deine Klinge erlegt die Dämonen spielend einfach, Du steigst im Level auf, kaufst und verbesserst Deine Rüstungen und Waffen. Selbst die Top-Dämonen sind kein Problem und schnell vernichtet. Auf Deinen Wegen triffst Du Menschen, die Dich um Hilfe bitten. Kurz danach greift stets eine Horde von Dämonen an, für deren Besiegung Du eine Extra-Belohnung erhälst. Und so steigst Du von Level zu Level auf, wirst stärker und kannst Deine Ausrüstung verbessern.

Wirst Du allerdings geschlagen und stirbst, musst Du die Mission von vorne anfangen oder Dich mit 50 Diamanten freikaufen. Und damit währen wir bei der Zweitwährung. Diese Zweitwährung kann man im Spiel zumndest bislang nicht bekommen, also muss man sie per In-App-Kauf erwerben. Und da Diamanten bekanntlich teuer sind, langt Gameloft hier wieder richtig hin – man kann Diamanten für bis zu 89,99 Euro pro Einkauf erwerben. Leider ist auch der notwendige Gesundheits- und Energietrank mit Diamanten zu bezahlen – und das regt dann die Spieler doch noch mehr auf. Und so wird ein eigentlich hervorragendes Spiel mit einem Regen von Ein-Sterne Bewertungen runtergezogen und der Publisher beschimpft.

Normal geht es aber auch ohne diese Diamanten, es dauert nur länger. Auch im Spiel wird man darauf hingewiesen, dass es sinnvoll sein kann, nochmal zum Dorf zurückzukehren und mehr Erfahrung zu sammeln und mehr Gold zu verdienen. Schließlich wird man mit jedem neuen Level etwas stärker und mit dem gewonnenen Geld wertet man Rüstungen und Waffen schrittweise auf. In der Kriegsmagierakademie wird für die meisten Spieler das erste Mal ein Problem auftreten, hier sollte man bereits im Level 9 oder 10 sein, um eine Chance zu haben. Als ich dort ankam, war ich im Level 7 und bin nicht durchgekommen.

Das Spiel bietet auch einen Multiplayermodus. Hier kann man über das Internet oder lokal spielen. Beim Online-Modus gibt unzählige Varianten und Schauplätze. Zur besseren Orientierung sind auch die Levelgruppen für die jeweiligen Kampfplätze angegeben. Ich habe das Onlinespiel ausprobiert, leider hat der gameloft-Server den Koop-Kampf in der Kriegsmagierakademie zumindest für mich mit Komplettabsturz des Spieles beendet. Erneute Versuche, einem Onlinespiel beizutreten oder zu eröffnen, wurde mit Fehlernummern beantwortet. Dann ging es aber plötzlich wieder und ich spielte mit drei Mitspielern zusammen. Die waren aber recht schnell tot – und dann ereilte mich das gleiche Schicksal. Statt einer Auswertung oder Punkten, Gold oder Auszeichnungen für das längste Überleben sprang das Spiel dann in den Einzelspielermodus zurück. Hier ist offenbar noch deutliches Verbesserungspotzenzial vorhanden.

Habt Ihr das Spiel schon ausprobiert? Wie ist Eure Meinung?

Dungeon Hunter Screenshots

Dungeon Hunter kehrt mit dem vierten Teil wieder zum Story-Modus zurück und bringt einen prinzipiell sehr vielfältigen Online-Modus.

Unsere Bewertung:

vier

 

Der erste Eindruck ist sehr positiv: tolle Grafik, gute Steuerung, schon fast spannende Geschichte. Es gibt viele verschiedene Gegner mit unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten. Während man bei Dungeon Hunter 3 immer wieder die gleichen engen Level wiederholte, wo sich der Schwierigkeitsgrad nur erhöhte, hat man hier durch die Geschichte den Eindruck, dass man wirklich auf einem Weg durch unterschiedliche Welten ist. So hat das Spiel mehr Abwechslung. Für Gelegenheitsspieler durchaus eine Empfehlung.

Schade ist, dass man den Eindruck gewinnen muss, dass Gameloft den Hals nicht vollkriegt. Und hier fällt dann auch wieder der besonders leichte Einstieg auf und die sehr früh kommende Aufforderung, das Spiel zu bewerten. Beides die üblichen Tricks von Freemium-Spielen. Man wird sozusagen in das Spiel hineingezogen und wenn dann der Ehrgeiz richtig geweckt ist, wird das Weiterkommen vom Spiel so erschwert, dass möglichst viele verzweifelte Spieler dann für echtes Geld Spielwährung kaufen und dabei idealerweise nicht auf die Euro-Entsprechung achten. In Dungeon Hunter 3 waren wenigstens noch die reinfachen Heiltränke, hier muss man auch dafür schon echtes Geld in die Hand nehmen – oder lange warten. Wenn man also kein so verbissener Spieler ist un die Spielpausen nicht stören, kann man mit Dungeon Hunter so manche spannende Stunde zubringen – und das sogar völlig kostenlos.

Ich werde das Spiel noch etwas weiter spielen und dann die Bewertung noch mal genauer fassen. Wie gesagt, Anfangsbegeisterung ist da…

Nutzerbewertung im deutschen App Store:

zweieinhalb

(Hauptkritik Freemium-Konzept und überzogene In-App Käufe)

QR-Code zum Download:

QR-Code für Dungeon Hunter 4 von gameloft

Downloadlink:

Download Dungeon Hunter 4

(974 MB)

Bemerkungen:

  • Dungeon Hunter 4 läuft auf iPhone (ab iPhone 4), iPod Touch (ab 4. Generation), iPad 2 und neuer, iPad mini. Das Spiel erwartet mindestens iOS 5
  • Das Spiel ist komplett in deutscher Sprache.
  • Dungeon Hunter 4 ist kostenlos und finanziert sich über In-App-Käufe

 

 

 

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Markus Burgdorf startete App-kostenlos.de im Januar 2010 und hat seitdem über 10.000 Apps getestet. Mittlerweile berät er über die App Agency App-Herausgeber in den Bereichen Vermarktung von Apps, Entwicklung von Apps, Internationalisierung und arbeitet mit seinen Kunden daran, das Nutzererlebnis bei der Verwendung von Apps zu verbessern.

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