In USA und UK bereits ein Hit: Tinder für iPhone und Android bringt viele neue facebook-Kontakte

| 4. September 2013 | Keine Kommentare

Tinder IconIn Deutschland ist die App Tinder (iPhone und iPod Touch / Android) noch weitestgehend unbekannt, doch das wird sich recht schnell ändern, wenn man nur mal im Ausland checkt, wie rasant die App sich dort in den letzten Wochen entwickelt hat. Es scheint, als sei England vom Tinder-Fieber befallen und auch in den Vereinigten Staaten ist „tindern“ schon in den Wortschatz aufgenommen worden, weil so viele es tun.

Tinder ist eine sehr einfach aufgebaute Dating-App für facebook-Nutzer, die Dir nach Anmeldung  viele Profile von facebook-Nutzern in der Nähe anzeigt, die ebenfalls die App nutzen.

Das Profil der anderen Person zeigt Dir, ob es gemeinsame Interessen gibt und – und das dürfte das Wichtigste sein – bietet bis zu fünf Profilbilder von der facebook-Seite des Anderen.

Nun kannst Du bei jedem Profil auf das rote Kreuz (nein, danke) oder das grüne Herz (ja) tippen. Mit Deiner Entscheidung für ja wird, wenn die Gegenseite Dich auch interessant findet, ein Match hergestellt und Ihr könnt mit dem Chatten beginnen und Euch verabreden.

Die Funktion ist eigentlich nicht neu, denn sie wird zum Beispiel schon seit Jahren bei badoo eingesetzt und hat auch dort dazu beigetragen, dass die Dating-Seite so erfolgreich wurde. Und den lokalen Bezug beim Dating hat Skout ja bereits vor Jahren auf das iPhone gebracht.

Neu ist bei Tinder nur, dass die App den Riesenbestand an Mitgliedern von facebook nutzen kann und Dir somit nahezu unbegrenzt neue Leute vorstellt. Und das macht dann wohl auch den Reiz für die Nutzer aus. Es ist quasi ein unerschöpflicher Katalog an Menschen, der sich mit Tinder öffnet.

Und irgendwie ist Tinder ja auch eine Art Spiel, in dem man tun kann, was man eigentlich nicht macht: Man bewertet andere Menschen einfach mal schnell rein nach dem Aussehen und schöpft vielleicht auch Selbstbewusstsein daraus, wieviele andere Tinder-Nutzer einen selbst gut finden. Und so ist es nicht nur eine Dating-App, es ist auch eine Art moderner Schönheitswettbewerb. Nutzer berichten, dass es einfach Spaß macht, durch die Profile zu gehen und den Daumen zu heben oder halt auch zu senken.

Nicht zu unterschätzen ist der Vorteil für Frauen. Während sie auf normalen Dating-Seiten oft zugespammt werden, können sie bei Tinder selbst entscheiden, wer mit ihnen in Kontakt treten darf, denn nur die, die man selbst positiv bewertet, können Kontakt aufnehmen.

Justin Mateen, einer der Gründer von Tinder, sagt, dass 60% der Leute, die Tinder runtergeladen haben, die App täglich nutzen, viele sogar sechsmal pro Tag.

Eine eher grobe Eingrenzung der potenziellen Date-Partner ist möglich: Du kannst in der App unter „Matching Preferences“ einstellen, ob Du Männer oder Frauen oder beides suchst und in welchem Umkreis und in welcher Altersgruppe die Matches sein sollten. Mehr kann man nicht einstellen – und das macht die App in der Benutzung so einfach und die potenziellen Date-Partner so zahlreich.

Um die App nutzen zu können, muss man erstens einen facebook-Account haben und zweitens sich über den Account einloggen. Das Besondere ist dabei aber, dass Tinder verspricht, nie über Deinen Account zu posten und so ist die Nutzung nahezu anonym möglich. Niemand erfährt, wie er oder sie bewertet wurde – nur bei erfolgreichen Matches wird ein Kontakt hergestellt.

Manche sagen, dass solche Apps wie Tinder nur für den unverbindlichen Sex genutzt werden und beschören das Ende des Abendlandes herbei, wenn die Leute sich so kennenlernen und treffen. Ich sehe das pragmatischer: Jeder kann die App nutzen, wie er oder sie es mag. Ob es eine Erweiterung des privaten Blackbooks wird oder vielleicht der Weg zum Start in eine neue Liebe, wer weiß das schon genau? Schließlich kommt es doch oft anders, als man denkt…

Und schließlich gibt es auch ein Blockier-Funktion für allzu heftige Anmachen…

Tinder Screenshots

Leute aus der Gegend sehen, anklicken und wenn die Symphathie beidseitig ist, treffen. So einfach funktioniert die App Tinder.

 

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Kategorie: Android-Apps, Kostenlose Apps, Neue Apps, Soziale Netze

Über den Autor ()

Markus Burgdorf startete App-kostenlos.de im Januar 2010 und hat seitdem über 10.000 Apps getestet. Mittlerweile berät er über die App Agency App-Herausgeber in den Bereichen Vermarktung von Apps, Entwicklung von Apps, Internationalisierung und arbeitet mit seinen Kunden daran, das Nutzererlebnis bei der Verwendung von Apps zu verbessern.

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